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Zur Ernährung
eines Junghundes
Eine weit verbreitete These, die von vielen Leuten heute
noch im Umlauf gehalten wird, ist, dass "viel Protein im Welpenfutter
für den Welpen schädlich sei", also greift man oft schon, wenn der Welpe 3 Monate alt ist,
zu Futter für erwachsene Hunde. Beides ist falsch! Es ist durch Tests
bewiesen worden, dass nicht der Proteingehalt im Futter der entscheidende
Punkt ist, sondern der Fettgehalt, sowie das Calcium-Phosphor-Verhältnis.
Ein heranwachsender Hund braucht ein Futter, das seinem
Bedarf entsprechend zusammengesetzt ist. Dabei muss eine Unterversorgung an
Nährstoffen und Vitaminen ausgeschlossen sein. Die meisten Futtersorten für
Welpen sind extra nach diesem Bedarf zusammengesetzt. Welpenfutter dient
demnach dem Aufbau von Muskeln, Knochen etc. (heranwachsender Hund).
Erwachsenenfutter dient der Erhaltung dieser, d.h. ein ausgewachsener Hund
hat einen anderen Bedarf, als ein heranwachsender und braucht somit auch ein
anders zusammengesetztes Futter. Wenn nun ein Junghund mit Erwachsenenfutter
gefüttert wird, ist eine optimale Versorgung und Abdeckung seiner
Bedürfnisse nicht mehr gewährleistet, es kommt zu Unterversorgungen.
Das ist jedoch noch nicht alles. Bei der Fütterung des
Welpenfutters ist stets darauf zu achten, dass der Welpe 'dünn' gehalten
wird, denn hier liegt der entscheidende Punkt. Zu viel Fettgehalt im Futter,
kann zu Wachstumsschäden führen, hervorgerufen durch zu schnelles Wachstum
(zu viel Energiezufuhr). Ein Welpe der zu 'dick' wird, wächst schneller,
wobei Muskeln und Knochen dann nicht mehr harmonisch zueinander wachsen. Die
Futtermengen (Fettgehalt/Energiezufuhr) für einen Welpen sollten also gering
gehalten werden.
Der letzte Punkt ist die Calcium- und Phosphordosierung
und deren Verhältnis zueinander. Calcium und Phosphor sind
hauptverantwortlich für Muskelaufbau und Knochenwachstum. Die meisten
Welpenfutter haben jedoch ein ausgewogenes Verhältnis derer. Bei der
Fütterung von Erwachsenenfutter kann es demnach zu Mangel/Überdosierung an
Calcium und Phosphor kommen, sowie zu Überdosierungen bei einer zusätzlich
Gabe von Ergänzungsfuttermitteln. Dies sollte daher in jedem Fall
unterlassen werden. Beides kann zu Wachstumsstörungen führen.
Der Richtwert für den Calciumgehalt eines Welpenfutters liegt ca. bei
0,8-1,2%. Das Verhältnis Calcium-Phosphor sollte bei 1,2-1,4/1 liegen.
Demnach ist es sinnvoll seinem Welpen bis zum Abschluss
der Wachstumsphase (bei großen Rassen ca. 12-18 Monaten) ein ausgewogenes
Welpenfutter zu geben.
Mehr unter:
www.tiermedizin.de
http://www.tiermedizin.de/public/tierzucht/ernaehrung_junghd.htm
http://www.tiermedizin.de/public/tierzucht/tz_0.htm
Zur
Bewegung eines Junghundes
Welpen müssen sich ausreichend frei bewegen können. Anfangs
reicht der Garten oder auch eine sichere Wiese dazu aus. Wichtig ist, dass
nicht Sie ihren Hund bewegen, sondern er sich selbst. Ein Welpe würde Ihnen
über weite Strecken auf Grund seines Folgetriebes überall hin folgen. Dies
überanstrengt ihn und kann durchaus Schaden an den Gelenken und den noch
sehr weichen Knochen verursachen.
Weiterhin sollte ihr Welpe nicht auf glatten Böden spielen,
möglichst keine Treppen steigen und nicht ins oder aus dem Auto springen.
Mit 4 Monaten kann dann der erste kleine Spaziergang gemacht
werden (ca. 15 min.). Mit 6 Monaten können Sie ihn täglich zweimal 30 min
ausführen.
Man sagt, dass der Hund dann mit einem Jahr "voll" belastet
werden kann (Fahrrad fahren etc.). Natürlich sollte auch jetzt die Dauer der
Spaziergänge und Fahrradtouren erst langsam gesteigert werden.
Im Allgemeinen kann man keine genauen Aussagen über die
richtige Bewegung eines Junghundes machen, da auch jeder Hund anders ist.
Man sollte seinen Welpen von Anfang an genau beobachten und selbst herausfinden, wie viel
Bewegung man ihm zumuten kann. Als Faustregegel gilt: wenn ihr Hund im
normalen Schritt anfängt zu 'eiern', war es zuviel des Guten. Bewegen Sie ihn
lieber weniger, als zu viel, seine Gelenke werden es Ihnen danken.

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