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Ein Welpe kommt ins Haus?!?!
Das Zusammenleben
mit einem Hund als Freund, treuer Begleiter und Helfer ist eine wunderbare
Sache. Ein Hund ist immer für einen da, wenn man ihn braucht, egal ob zum
Freudentanz oder als Taschentuch. Er geht mit einem durch Dick und Dünn. Die
Jahre mit einem Hund können toll sein, sie können aber auch eine Katastrophe
und das reinste Chaos werden, wenn man sich die Anschaffung vorher nicht
gründlich überlegt hat. Es sprechen 1000 Gründe für einen Hund, es können
aber auch mindestens genauso viele gegen ihn sprechen. Mit dem folgenden
Text möchte ich Ihnen helfen, eine realistische Einschätzung von dem zu
bekommen, was in den nächsten 12 bis 15 Jahren auf Sie zukommen wird, wenn
ein Hund in Ihr Leben tritt.
Von dem Tag an,
an dem ein Hund bei Ihnen einzieht, wird ihr Haus NIE wieder so aussehen,
wie all die Jahre zuvor. Von nun an wird sich der Staub und Dreck in Ihrem
Haus nicht nur verdoppeln, sondern potenzieren. Es werden Wollmäuse in den
Ecken wohnen, Pfotenabdrücke Ihren Boden zieren, Sand unter Ihren Füßen
knirschen, Hundenasen Ihre Glastür verschönern und Ihr Hund wird immer da
sein, wo er am meisten im Weg liegt. Sie werden Reinigungsrechnungen
bekommen, weil Ihr Hund wieder einmal den Nachbarn im weißen Mantel mit
seinen Matschpfoten angesprungen hat, sich mit der Versicherung rumärgern,
weil Ihr Hund bei Ihrem letzten Besuch im Hotel den Teppich angenagt hat und
und und. Glauben Sie mir, auch wenn Sie vorher ein sehr unordentlicher
Mensch waren, Ihr Hund wird Ihnen in kürzester Zeit beigebracht haben, dass
man seine Schuhe wegstellt, wenn man nach Hause kommt, nichts auf dem Boden
liegen lässt und den Mülleimer richtig zumacht, wenn Sie nicht möchten, dass
3 Sekunden später Ihre Wohnung im Chaos versinkt.
Sie werden die
ersten Nächte mit Ihrem neuen Welpen kaum ein Auge zu tun und auch tagsüber
ständig in Bewegung sein, weil ihr Hund zum pinkeln raus muss oder schon
wieder Hunger hat, weil es ihm gerade nicht so gut geht oder er jetzt
unbedingt spielen will. Und das wird auch später noch so sein. JEDEN TAG
werden Sie mindestens 3 Mal mit Ihrem Hund spazieren gehen müssen und zwar
bei jedem Wetter treu dem Spruch nach: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es
gibt nur schlechte Kleidung!“ Ihren Hund interessiert es nicht, ob es
draußen regnet oder schneit, ob Sie heute so gar keine Lust haben, weil
Sonntag ist oder Sie noch viel zu müde sind, um aufzustehen.
Wenn Sie abends
erschöpft von einem anstrengenden Tag zu Hause am liebsten aufs Sofa fallen
würden, möchte Ihr Hund beschäftigt werden und Sie ganz für sich allein
haben. Und wenn Sie wollen, dass er lernt was es heißt zu kommen, wenn Sie
ihn rufen, zu sitzen, wenn sie ‚Sitz’ sagen, mit einer Aktion aufzuhören,
wenn Sie es sagen etc., dann müssen Sie sich die Zeit nehmen und ihm diese
Dinge beibringen, indem Sie mit ihm eine Hundeschule besuchen und täglich
Üben.
Auch Ihr Konto
wird unter der Anschaffung eines Hundes zu leiden haben. Mehrmals im Jahr
teure Tierarztbesuche, jährliche Impfungen, vierteljährliche Entwurmungen,
säckeweise Hundefutter, Spielzeug, Leinen, Leckerlies… Und dann tritt Ihr
Hund in eine Scherbe und Sie müssen in die Notaufnahme oder er muss
unerwartet operiert werden. Übrigens treten diese unerwarteten Situationen
immer dann auf, wenn Sie sie am wenigsten gebrauchen können!
Wollen Sie nun
immer noch einen Hund???? Sind Sie sich ganz sicher mit der Anschaffung das
Richtige zu tun???? Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantworten konnten, dann
sind Sie der Richtige!!!! Nun können Sie alles Weitere unternehmen, um bald
einen vierbeinigen, liebenswerten und sabbernden Freund an Ihrer Seite zu
haben. Haben Sie sich diesen Traum erfüllt, werden Sie, egal was sie auch
tun, immer wieder an den Punkt kommen, an dem Sie sich fragen werden, warum
Sie sich einen Hund angeschafft haben, anstatt das Briefmarkensammeln zu
Ihrem Hobby zu machen.
Suchen sie sich
als erstes die geeignete Hundrasse aus (dazu gibt es viele gute Bücher, mit
deren Hilfe Sie die passende Hunderasse herausfinden können). Haben Sie sie
gefunden, so wenden Sie sich an den Verband für das deutsche Hundewesen (VDH)
und lassen Sie sich die Adresse von dem jeweiligen Verein geben, der Ihre
gewählte Hunderasse betreut. Von diesem Verein wiederum erhalten Sie eine
Liste mit Züchtern, die einen Wurf haben bzw. planen. Sehen Sie sich nach
Möglichkeit mehrere dieser Züchter an, um sich ein ausreichendes Bild machen
zu können und wählen Sie den Züchter Ihres Vertrauens aus. Er wird Ihnen auf
Ihrem weiteren Weg beratend und helfend zur Seite stehen und das zu jeder
Uhr- und Tageszeit. Sind Sie an diesen Züchter gestoßen, haben Sie die
richtige Wahl getroffen. Der Anschaffung Ihres Welpen steht nun nichts mehr
im Wege. Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg und das richtige Gespür für
Ihre Entscheidungen.
Ihre Carena Rehwinkel
P.S.: Gerade Retriever lieben das kühle
Nass und lassen somit keine Pfütze aus ;-))

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